Laufschuh

Der Laufschuh ist ein Sportschuh, der für den Laufsport (Jogging, Running, Dauerlauf, usw.) vorgesehen ist. Der Laufschuh hat verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Dämpfung, Stabilität, Führung, Pronations- bzw. Supinationsausgleich und einiges mehr an Funktionen hat ein moderner Laufschuh zu bewältigen. Laufschuhe haben im Vergleich zu anderen Sportschuhen einen stärkeren Fersenkeil, um die Abrollbewegung zu unterstützen.
Der Laufschuh ist die Verbindung zwischen dem Körper und dem Boden. Er leitet alle mechanischen Kräfte in den Körper ein und beeinflusst die Körperstatik.

Klassen

Es gibt verschiedene Laufschuhklassen:
--- Stabilschuh,
--- Neutrallaufschuh,
--- Geländelaufschuh,
--- Lightweighttrainer,
--- Bewegungskontrollschuhe,
--- Winterlaufschuhe.

Der Laufschuh muss verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Er muss den Fuß einwandfrei führen, stützen und den Aufsetzstoß dämpfen. Der Laufschuh darf nicht die Abrollbewegung und die Abdruckkraft des Fußes einschränken. Außerdem soll der Schuh vor Schmutz, Wasser und Steinen schützen.Bewegungsablau.

Aufbau

 
Der Laufschuh besteht aus einem Schaft, dem Obermaterial, dieser soll den Fuß führen und ihm Halt geben. Außerdem sorgen flexible und atmungsaktive Materialien für den perfekten Sitz und ein optimales Fußklima. Darunter folgt ein auswechselbares Fußbett, das mit unterschiedlichen Härtegraden individuellen Anforderungen entsprechen soll.
Danach kommt die Zwischen- oder Mittelsohle, die Dämpfungs-, Führungs- und Stützeigenschaften erfüllt. In die Zwischensohle integriert sind Dämpfungselemente und Vorfußelemente. Dämpfungselemente sind aufprallabsorbierende Bausteine und Flexzonen im Fersenbereich oder im Vorderfußbereich, je nachdem ob man Rückfuß- oder Vorfußläufer ist. Die Vorfußelemente sind kleine Bausteine, meistens Silikon, welche die Scherkräfte absorbieren und für einen optimalen Abdruck sorgen.
Zum Schluss kommt die abriebfeste Außensohle, die den Fuß von unten schützen soll.
 
 

Sport und Belastung

 
IM LAUFE DER EVOLUTION HAT SICH DER MENSCHLICHE BEWEGUNGSAPPARAT AN RELATIV GERINGE STOSSKRÄFTE ANGEPASST, DA SICH UNSERE VORFAHREN GRÖSSTENTEILS AUF WEICHEN BODEN (SAND, GRAS, USW.) FORTBEWEGTEN DIESE UNTERGRÜNDE STELLTEN EINEN FAST IDEALEN SCHOCKDÄMPFER DAR.
 
Heute sind große Flächen versiegelt, d.h. sie bestehen aus, Asphalt oder stark verdichteten Böden (auch Park- und Waldwege) und sind für sportliche Aktivitäten keineswegs ein optimaler Untergrund. Zivilisatorisch bedingte Schwächen der Skelettmuskulatur, vor allem der Fußmuskulatur, sind ein weiterer Risikofaktor und erhöhen die biomechanische Belastung.
 
Körperlich Aktivität, vor allem sportliche Bewegung, ist immer biomechanischer Belastung verbunden. Im Alltag und bei maßvoller sportlicher Betätigung hat der menschliche Körper eine hohe Anpassungsfähigkeit. Dennoch können durch plötzlich auftretende hohe Kräfte, die ein vielfaches des eigenen Körpergewichtes betragen, Überlastungen und Verletzungen entstehen.
 
Da der Sport als Freizeitgestaltung einen hohen Stellenwert einnimmt, steigt die Zahl derjenigen, die nicht nur die positiven Auswirkungen des Sports für Psyche und Herz - Kreislauf - System erfahren, sondern auch Verletzungen erdulden müssen.
 
Die hohen Stoßkräfte, die beim Laufen, Springen, oder Stopps und Richtungswechseln auftreten, verursachen laut wissenschaftlichen Untersuchungen und Statistiken, z.B. bei 17 - 56% aller Läufer/innen eine Verletzung innerhalb eines Jahres. 50% aller Aerobic - Treibenden werden von Verletzungen zu Trai ningspausen gezwungen. Indoor - Sportarten inkl. Tennis verursachen 33 % aller Sportverletzungen, Fußball 18%. In 50 - 70% aller Fälle sind die unteren Extremitäten betroffen.
 
Sinnvolle Trainingsreize, eine ausreichende Regeneration gute Technik können Überbelastungen verhindern, jedoch treffen die hohen Kräfte meist auf Sportler, die konditionelle und muskuläre Defizite aufweisen. Zusätzlich akzentuieren orthopädische Fehlstellungen und vor allem Übergewicht die zur Überlastung führenden Kräfte.
 
Funktionelle Schortschuhe können ebenfalls zur Reduktion des bio - mechanischen Streß beitragen. Die Konstruktion muß die Flexibilität des Fußes unterstützen und Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel vor Überlastung schützen. Dämpfung und Bewegungskontrolle als dynamische Stabilität, sind weitere wichtige Anforderungen an den Sportschuh.
 
Im Gegensatz zu vielen (Trend-) Sportarten, die fast jedes Jahr neu erfunden werden, eine Zeitlang boomen und schnell wieder an Popularität verlieren, ist das Laufen/Joggen ein Sport, der schon seit Tausenden von Jahren beliebt ist und heute weltweit von vielen hundert Millionen Menschen betrieben wird. Gründe hierfür sind, daß die Laufbewegung für den Menschen zum einen sehr natürlich ist, keine aufwendigen Hilfsmittel zu ihrer Ausübung benötigt werden und die positiven Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, die Muskulatur und schließlich auf das allgemeine Wohlbefinden anerkannt sind.
 
Des weiteren bildet das Laufen ein Fundament, auf dem sich fast jede andere Sportart aufbaut, z.B. Fußball, Handball, Basketball, etc. Das Laufen stellt hier zwar nicht das Ziel der zugrundeliegenden Spielidee dar, erweist sich aber zum einen als Hauptfaktor der Bewegung - ein guter Fußballer läuft in einem Spiel bis zu 11 km - und zum anderen als notwendige Voraussetzung, um dynamischen Sport überhaupt zu ermöglichen.
 
Obwohl keine aufwendigen Hilfsmittel für das Laufen benötigt werden, so ist es doch zumindest ein Gerät, welches von entscheidender Bedeutung für beschwerdefreien und freudvollen Sport ist - der Laufschuh.
 
In den letzten zwanzig Jahren stellt die Laufschuhforschung neben der Automobilforschung den am intensivsten studierten Bereich von Fortbewegungsmitteln dar. Insofern ist es verständlich, daß moderne ASICS-Laufschuhe hochtechnische Geräte sind, die in aufwendiger und langwieriger biomechanischer Forschung für den Sportler entwickelt werden konnten. Durch die Verbindung des Laufens mit anderen Sportarten erweisen sich die in der Laufschuhforschung erzielten Resultate als überaus hilfreich für das Verständnis von Bewegungen und Anforderungen an den Sportschuh in anderen Sportarten. Sie dienen letztendlich dazu, für jede Sportart einen bestmöglichen ASICS - Sportschuh zu entwickeln.
 
 

Dämpfung

 



 

DER BEGRIFF DÄMPFUNG SOLLTE JEDEM SPORTLER BEKANNT SEIN. ER BESCHREIBT DIE REDUZIERUNG DES AUFPRALLKRAFTMAXIMUMS, WENN DER FUSS DEN BODEN BERÜHRT. BEI JEDEM LAUFSCHRITT TREFFEN ZWEI SYSTEME AUFEINANDER - DER MENSCHLICHE KÖRPER UND DER BODEN BEI DIESER KOLLISION ENTSTEHEN EXTERNE KRÄFTE, DIE IN VERTIKALER RICHTUNG DAS ZWEI - BIS VIERFACHE DES KÖRPERGEWICHTES AUSMACHEN KÖNNEN UND INTERNE BEANSPRUCHUNG FÜR DEN BEWEGUNGSAPPARAT DARSTELLEN.

 

Die auftretenden Stoßkräfte werden mit Verletzungen des Fußes, der Achillessehne, des Knies, der Hüfte und des Rückens in Verbindung gebracht und erklären u.a. die hohe Verletzungshäufigkeit von Läufern. Die Höhe der entstehenden Kräfte wird vor allem durch den Untergrund und die Laufgeschwindigkeit festgelegt. Die Stoßkräfte sind bei schnellem Laufen auf hartem Untergrund, wie z.B. Asphalt, höher als bei langsamerem Laufen auf z.B. Rasen. Gerade in der heutigen Zeit, in der unsere Umwelt kontinuierlich zubetoniert wird und natürlicher Untergrund, wie Rasen oder Waldboden, vor allem in städtischen Gebieten kaum noch aufzufinden ist, wird die Bedeutung des Laufschuhs - quasi als natürlicher Untergrundersatz - immer wichtiger.



Ein noch entscheidenderer Faktor ist die Tatsache, daß sich im Laufe der Evolution unsere Füße verändert haben. Bewegungsarmut, sitzende Tätigkeiten im Beruf - einengende Schuhmoden und Zerstörung des natürlichen Untergrunds erklären die hohe Zahl der Fußprobleme wie Knick-, Senk-, Spreiz- und Hohlfüße, die wiederum die Ursache vieler anderer Beschwerden entlang des Stützapparates darstellen. Der Laufschuh bietet hier einen Weg aus der Misere, er kann die Stoßkräfte minimieren.

 

Aufprallkräfte mit dem Boden sind deshalb als problematisch anzusehen, da sie schneller auf den Körper treffen als sich Muskulatur aktivieren kann, um die Kräfte abzuschwächen.

 

10 bis 30 Millisekunden nach Bodenkontakt wird das maximale Ausmaß der Erschütterung erreicht, das als Kraftspitze bezeichnet wird. Diese Kraftspitze wird passive Kraftspitze genannt, da sie, wie erwähnt, nicht muskulär kontrolliert werden kann, weil die Refraktärzeit der Muskulatur (die Zeit, die vergeht, bis neuronale Impulse zu einer Kontraktion der Muskulatur führen) mindestens 40 Millisekunden beträgt. Muskeln reagieren demzufolge erst, nachdem die Kraftspitze aufgetreten ist und sind somit nicht in der Lage, die auftretenden Kräfte aktiv zu dämpfen. Letztendlich kann nur ein guter Laufschuh als Mittler an der Nahtstelle Körper - Boden Einfluß auf die Höhe der passiven Kraftspitze nehmen.

 

An dieser Stelle muß gesagt werden, daß es nicht richtig ist, zu fordern, daß ein Laufschuh diese Kraftspitze so weit wie möglich abdämpfen und entstehende Energien möglichst vollständig vernichten sollte. Neueste Erkenntnisse der biomechanischen Forschung sprechen dafür, daß ein gesundes Maß an äußeren Reizen sehr förderlich für die Gesundheit und den Bewegungsapparat ist. Dies erscheint auch einsichtig, wenn man z.B. an die Verkümmerung der Muskulatur aufgrund eines Gipsverbands nach einem Unfall denkt. Das Ausbleiben von äußeren Reizen und Belastungen führt zu einer Verkümmerung der Muskulatur.



 

Durch Belastungen und Training kann zwar manchmal ein Muskelkater entstehen - dies ist ein Hinweis dafür, daß wir unseren Körper zeitweise überlastet haben und Mikroläsionen von Gewebe die Folge sind - aber nach einer entsprechenden Pause hat sich unser Körper an die neuen Reize und Anforderungen angepaßt, die Muskulatur verbessert und hält nun der gleichen Belastung, die vorher zu groß war, ohne Muskelkater stand. Ein sehr leistungsförderndes Prinzip, auf dem unser gesamtes Training im Grunde aufbaut.

 

Ähnlich verhält es sich mit unseren Knochen. Ein Neugeborenes Baby besitzt z.B. noch keinen echten Oberschenkelknochen, sondern Knorpelgewebe, das sich nach und nach an den Epiphysenfugen, aufgrund äußerer Belastung, funktionell anpaßt und zu Knochengewebe umformt. Äußere Reize sind demnach nicht ausschließlich als negativ zu betrachten, sondern sie sorgen dafür, daß sich unser Körper umstrukturiert, entwickelt und somit belastbar bleibt. Insofern ist darauf zu achten, daß noch genügend gesunde äußere Reize auf unseren Körper treffen. Ein Problem kann hierbei bei einem zu weichen Schuh entstehen. Dieser dämpft externe Reize zu weit ab, so daß unser Stützapparat nach und nach seine interne Anpassungsfähigkeit verliert und somit nicht mehr belastbar ist - die Kollagendichte und Mineralisation des Knochens nimmt nachgewiesenermaßen ab, verliert dadurch seine Stabilität und wird verletzungsanfälliger.

 

Die logische Konseouenz, barfuß oder in einem zu harten Schuh zu laufen, damit noch genug äußere Stimuli auf unseren Körper treffen und er seine Strukturen entsprechend anpaßt und biopositiv verändert, ist aber übertrieben. Funktionelle Dämpfung ist generell nach wie vor wichtig, da jede/r Läufer/in seine/ihre individuelle Belastbarkeitsgrenze besitzt, die nicht überschritten werden sollte, um Verletzungen zu vermeiden. Die Lösung ist einfacher als erwartet - eine Ausgewogenheit, wie sie in ASICS - Sportschuhen seit jeher zur Anwendung kommt: Der ASICS - Schuh ist nicht zu weich - somit absorbiert er die äußeren Reize nicht so weit, daß unser Körper aufgrund von Stimulusdefiziten geschwächt wird, er ist auf der anderen Seite aber auch nicht zu hart, so daß die Belastbarkeitsgrenze des Biomaterials nicht überschritten und der menschliche Körper verletzt werden könnte.

 

Bei allen Hallensportarten nimmt die Dämpfung eine Sonderrolle ein. Zum einen landet der Sportler nach einem Sprung, z.B: zum Block beim Volleyball, Korbleger beim Basketball oder Überkopfschlag beim Tennis, fast ausschließlich auf dem Vorfuß - insofern wird ein anderer Bereich beansprucht als beim Laufen - , zum anderen treten mit 4- bis 8- fachen Körpergewichtskräften deutlich höhere Kraftwerte auf. Dämpfung im Vorfußbereich im Hallen- und Racketsportschuh ist demnach eine notwendige Voraussetzung, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.



 

Aber auch hier geht es nicht nur einfach darum, möglichst große Dämpfungssysteme unter dem Ballenbereich zu plazieren. Zum einen würde dies ein Mehr an Gewicht bedeuten, zum anderen ginge der von Hallensportlern so geforderte, direkte Bodenkontakt verloren. Bezüglich einer präventiven Funktion des Sportschuhs resultiert aber noch ein viel ernsteres Problem aus zu viel Dämpfung im Vorfußbereich:

 

Durch das zusätzliche Material unter dem Vorfuß entstehen ungünstige Hebel, die das Umknickrisiko drastisch erhöhen. Vergleichbar mit z.B. hohen Plateau- oder Stöckelschuhen vergrößert sich die Distanz zwischen Fuß und Boden und vor allem zwischen dem Sprunggelenk und dem Boden. Beim Aufkommen auf den Untergrund befindet sich der Fuß in einer supinierten Stellung, die durch eine Pronationsbewegung im USG bei Bodenkontakt kompensiert wird. Durch die Verschiebung der wirkenden Achsen bei zuviel Dämpfungsmaterial im Schuh kann es passieren, daß der supinierte Fuß beim Aufprall nach lateral umknickt, was unmittelbar zu einem Bänderriß führen kann.

 

Die konturierten Asics - Mittelsohlen, die sich wie eine Klammer schützend um den Fuß legen, und das äußerst flache P-GEL (4 mm), welches im Vorfußbereich benutzt wird, minimieren so wirkungsvoll das Umknickrisiko im Hallen- und Racketsport. Wie schon oft gezeigt, geht die ASICS - Forschung weit über das übliche Maß hinaus und sieht den wirklichen Sportler, seine Bewegungen und Anforderungen als das Maß aller Dinge, um funktionelle Sportschuhe zu bauen.

 

Nachdem der Fuß den Boden erreicht hat, beginnt er zu pronieren, d.h. er kippt nach innen. Diese Bewegung ist als physiologisch zu betrachten, da sie Vor- und Rückfuß anatomisch - funktionell voneinander entkoppelt, was zu einer erhöhten Flexibilität des Vorfußes führt, um einen optimalen Bodenkontakt in jeder Stellung des Unterschenkels zu gewährleisten. Auch auf unebenem Untergrund wird so Fußstabilität erzeugt. Desweiteren dient die Pronation als natürlicher Stoßdämpfer des Körpers, um die beschriebenen Stoßkräfte zu reduzieren: Die Pronation verändert die Rigidität des Körpers und führt zu einem längeren Zeitintervall, in dem die passive Kraftspitze auf den Körper wirkt. Somit dämpft eine natürliche Pronation externe Kräfte und wirkt als interner Schutzmechanismus des Körpers.

 

Probleme entstehen bei der exzessiven Ausführung der sogenannten Überpronation. Hierbei handelt es sich um eine unphysiologische Erweiterung der Pronationsbewegung. Die Eversion des Calcaneus (das Nachinnenkippen des Fußes ist mit einer Anhebung des Fußaußenrandes und des Fersenbeins verbunden) ist verstärkt. Hierdurch wird die Innenrotation des Unterschenkels soweit vergrößert, daß es zu einer erheblichen Mehrbelastung, insbesondere des Knies kommt. Exzessive Pronation wird daher als Ursache für Verletzungen der Hüfte, des Knies, der Achillessehne und des Fußes angesehen. Die Überpronation, die aufgrund von Fußfehlstellungen bei annähernd 80% der Läufer / innen zu beobachten ist, stellt somit einen Hauptfaktor zur Erklärung der hohen Verletzungshäufigkeit in der Läuferpopulation dar. Exzessive Pronation sollte auf jeden Fall durch einen festen, stabilisierenden Schuh kontrolliert werden.
 
 

Biomechanik und Sportschuhe

 

GRUNDSÄTZLICH LÄSST SICH DIE LAUFBEWEGUNG IN DREI PHASEN UNTERTEILEN:

 

  - 1 -

  - 2 -

  - 3 -

  DER FUSSAUFSATZ  

  DIE STANDPHASE   

  DER ABDRUCK VOM BODEN   

 

 

 

ENTSPRECHEND GESTALTEN SICH DIE DREI ZENTRALEN AUFGABEN EINES SPORTSCHUHS IN:

 

 

  - 1 -

  - 2 -

  - 3 -

  DÄMPFEN  

  BEWEGUNGSKONTROLLE    

  FLEXIBILITÄT   

 

Verschiedene Möglichkeiten, die in den folgenden Kapiteln besprochen werden, dienen dazu , diese Ansprüche zu realisieren, um einen bestmöglich präventiv - leistungsfördernden Sportschuh zu entwickeln. Die Verbindung zwischen Laufen und anderen Sportarten verdeutlicht die folgende Übersicht. Sie zeigt, wie sich Bewegungen beim Laufen - und entsprechende Anforderungen an den Laufschuh - in anderen Sportarten widerspiegelt.

 

 

 AUFTRITT-

STÜTZ-

ABDRUCK-

 PHASE

 STOSSKRAFT BEI DER KOLLISION MIT DEM BODEN

PRONATION

ÜBERPRONATION

SUPINATION

RIGIDER ABSTOßHEBEL

ANATOMISCH GÜNSTIGES ABDRÜCKEN

EFFEKTIVE BEWEGUNGS- RICHTUNG  

BIOMECHANIK

 DÄMPFUNG

RÜCKFUSS- STABILITÄT

DYNAMISCHE RÜCKFUSS- KONTROLLE

FESTE
FERSENKAPPE

MEDIALE STÜTZEN

ANATOMIE- GERECHTE LEISTEN

FLEXIBILITÄT
 

 FLEXIBILITÄT

GERINGER ENERGIE- VERBRAUCH

ANFORDERUNGEN AN DEN LAUFSCHUH

DÄMPFUNG

LANDUNG NACH SPRÜNGEN

STOP AND GO

SCHNELLE RICHTUNGS- WECHSEL

ROTATIONS- BEWEGUNGEN

GLEIT- RUTSCH- BEWEGUNGEN

ÄUSSERE
(GEGNER-) EINWIRKUNGEN

SPRÜNGE

SEITWÄRTS- BEWEGUNGEN

VOR- RÜCKWÄRTS- BEWEGUNGEN

ANDERE SPORTARTEN 

ASICS -GEL

ASICS - MITTELSOHLEN

STABILE FERSENKAPPE

FESTER SITZ

SPLIT HEEL

ABGERUNDETE FERSENKAPPE

KONTURIERTE MITTELSOHLE

GERADER LEISTEN

UNTER- SCHIEDLICHE MITTELSOHLEN- HÄRTEN, DUOMAX STÜTZEN, TRUSSTIC SYSTEM

LOGOSCHNÜRUNG

FLEXKERBEN

LEISTENFORM

FLEXIBLE MATERIALIEN

GUTER SITZ

OPTIMALE PASSFORM

FESTE MATERIALIEN

FESTE MATERIALIEN

LEICHTIGKEIT

ASICS
UMSETZUNG

 
 

Bewegungskontrolle

 

Der Laufschuh besitzt zahlreiche Möglichkeiten, die Überpronation zu kontrollieren. ASICS entwickelte hochfunktionelle Systeme, wie das DUOMAX-System, externe Fersenklammern, physikalisch wirkende Gelenke in der Außensohle, TRIANGLE - System, Brandsohlen, Hytrel Fersenklammern, stabilisierende Schlaufen und abgerundete Außensohlen, um die Verletzungsgefahr durch Überpronation effektiv zu minimieren. Trotz dieser unzähligen Systeme wird ASICS den Anforderungen an einen leichten Laufschuh, den Spitzen- sowie Breitensportler seit jeher von ASICS erwarten, gerecht. Selbst der stabilste Laufschuh von ASICS wiegt im Vergleich sogar zu nicht auf Stabilität gebauten Laufschuhen anderer Hersteller verschwindend gering.

ASICS-Laufschuhe besitzen, aufgrund der hohen Anzahl von Überpronierern, fast alle Komponenten zur Kontrolle der Überpronation. Feste, stabilisierende Elemente auf der Innenseite des Schuhs verhindern das übermäßige Nachinnenkippen des Fußes. Logischerweise sollten an dieser Stelle keine weichen, dämpfenden Materialien plaziert sein, da der Fuß in der Standphase in diese hin-einsinkt und die Überpronation zusätzlich verstärkt wird. Ausladende, übertriebene Dämpfungssysteme in diesem Bereich sind als äußerst unfunktionell zu betrachten.



 

 

Bezüglich der Supination ist zu sagen, daß weniger als 1 % der Läufer tatsächlich supinieren, d.h. sie laufen komplett auf der Außenseite der Sohle. Hier sollte eher von einer Unterpronation gesprochen werden (z.B. bei einem sehr rigiden Fußgewölbe und Hohlfüßen, wo das Nachinnenkippen in der Standphase reduziert ist). Bei der Unterpronation ist das natürliche Dämpfungssystem des Körpers eingeschränkt, wodurch die auftretenden Kräfte zu Überbelastungen führen können. Unterpronierer brauchen einen flexiblen, auf gebogenen Leisten geschnittenen, funktionell dämpfenden Schuh. Stabilisatoren auf der Außenseite der Schuhe, wie sie einige Hersteller - entsprechend der Bewegungskontrolle bei der Überpronation - vor einigen Jahren für Supinierer forderten, erwiesen sich als unfunktionell, störend und wenig effektiv. Insofern ist das Konzept eines speziellen Supinierer-Laufschuhs (nicht nur aufgrund des äußerst selten vorkommenden echten Supinierers) zu vernachlässigen: ein normaler, guter, flexibler Laufschuh tut hier gute Dienste.



 

 

DIE FOLGENDE ÜBERSICHT ZEIBT DEN ZUSAMMENHANG ZWISCHEN BESCHWERDEN DES BEWEBUNBSAPPARATES UND ÜBERPRONATION:

 

 

Beschwerden

Knieprobleme

Überlastung der Gelenke 

Muskel-
ermüdung

Als Folgen der Überpronation:

1. Es entsteht eine
zeitliche Ausdehnung der Bewegung,
die sich in einer Mehrbelastung
für das Knie äußert.

2. Die Innenrotation
ist verstärkt, wodurch
das Knie überlastet wird.

Der Überpronierte Fuß kann keine Energie mehr Absorbieren und gibt sie ungedämpft an nachfolgende Gelenke weiter, die somit Überlastet werden.  

1. Muskeln arbeiten gegen instabile Hebel, wodurch sie schneller ermüden.

2. Es besteht kein rigider Abstoßhebel, wodurch wiederum Energie verschwendet wird und Muskeln schneller ermüden.  

 

 Insertions-
tendinosen

 Achillodynie 

 

 

Durch die veränderte Abstoßbewegung
über den kleinen
Zeh wird der
M. Flexor digitorum überlastet.

Die Insertion der Achillessehne wird nach medial verschoben, was zu Überlastungen führt. 

 

 
 

Fussformen

 
 

DIE IN DER TABELLE BEREITS ERWÄHNTEN ANATOMISCHEN MERKMALE BZW. DIE FAKTOREN, WELCHE DIE STABILITÄT BEEINFLUSSEN, SOLLEN KURZ ERLÄUTERT WERDEN.

 

 


 
Knickfuss

Die Neutralstellung bzw. die Tragelinie Unterschenkel - Fuß und die Fußform beeinflussen nachhaltig den Bewegungsablauf. Ein Knickfuß, an dem der Rückfuß nach innen abgesenkt ist, verstärkt die Tendenz zur Überpronation.



 
Senkfuss

Der Knickfuß ist in den allermeisten Fällen auch mit einem Senkfuß vorzufinden. Ursachen sind u.a. eine verstärkte Beanspruchung des Fußes wie z.B. Übergewicht oder X - Bein - Stellung. Stabile Fersenkonstruktionen und mediale Stützelemente müssen für kontrollierte Bewegung sorgen.

 

 



 
Hohlfuss

Läufer / innen mit einem Hohlfuß neigen hingegen zur Unterpronation. Auch der Umstand, daß Hohlfüße eingeschränkte Dämpfungsfähigkeiten haben, bedingt auf jeden Fall einen funktionell gedämpften und flexiblen Schuh.

 

 


 

Anhand der Graphik ist deutlich die Verbindung zwischen Fußfehlstellungen und laufspezifischen Beschwerden erkennbar. Insgesamt haben nur ca. 35% der Läufer/innen eine normale Fußstellung.


Quelle:
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie
Thema:
Laufschuh
Bearbeitungsstand:
24.08.2006
 
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